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„Ein historischer Tag für Hoffenheim“
Von Marc Schmerbeck
Der Regionalligist meint es ernst: Dietmar Hopp, Mäzen und Gesellschafter des Fußball-Clubs TSG Hoffenheim unterstreicht seine Ambitionen auf einen Bundesliga-Aufstieg und verpflichtet Ralf Rangnick als Cheftrainer. Direktor für Sport- und Jugendförderung wird Noch-Hockey-Bundestrainer Bernhard Peters.

Sie haben gut lachen: Bernhard Peters (links), Direktor für Sport- und Jugendförderung und Cheftrainer Ralf Rangnick planen, mit dem Fußball-Regionalligisten TSG Hoffenheim in die zweite Liga aufzusteigen. (Foto: Marc Schmerbeck)
 Schelmisch beugt sich Dietmar Hopp über sein Mikrofon. Kurz lässt er den Blick über die Journalistenschar im Vip-Raum des Dietmar-Hopp-Stadions schweifen. Sichtlich zufrieden. Sein Coup ist geglückt. So ein Blitzlichtgewitter wie am Donnerstagmittag hat es in den Räumen des Stadions bisher noch nicht gegeben.

Auf der Pressekonferenz platzt die Bombe. „Das ist ein historischer Tag für die TSG Hoffenheim“, sagt Hopp. Der Gesellschafter präsentiert Ralf Rangnick als neuen Cheftrainer. Ihm zur Seite steht von Oktober an der Trainer des Hockey-Nationalteams der Männer, Bernhard Peters. Nach der WM in Mönchengladbach übernimmt er offiziell den Part des Direktors für Sport- und Jugendförderung. Beide unterschreiben Fünfjahresverträge. Hopp: „Für mich ist dies die beste Konstellation, die wir finden konnten. Wenn wir so nicht erfolgreich sind, dann liegt es an der Gegend.“

Die Verhandlungen haben vor vier Wochen begonnen. Immer wieder verhandelt das Trio Rangnick, Peters und Hopp. Zunächst lehnt der ehemalige Coach des Bundesligisten Schalke 04 ab. Doch Hopp ist überzeugend. Der Milliardär macht dem Mann aus Backnang das Unternehmen TSG Hoffenheim schmackhaft. „Irgendwann habe ich realisiert, um welche Dimensionen es hier geht und dass ich nicht bei Null anfangen muss“, sagt Ralf Rangnick: „Das Problem war, dass wir noch vor ein paar Monaten in Mailand in der Champions League gespielt haben und zu Hause über 60 000 Zuschauer hatten.“ Jetzt reist er mit dem Drittligisten nach Wehen, Elversberg oder Pfullendorf.

Rangnick bringt auch Peters ins Gespräch. Der Hockey-Fachmann hat vor rund einem Jahr auf Schalke hospitiert, der Kontakt zu Rangnick ist auch nach dessen Beurlaubung im Dezember nie abgebrochen. „Ich freue mich auf die Synergien mit Peters. Es wird spannend sein, zu sehen, wie man das Wissen aus einer anderen Sportart auf den Fußball übertragen kann.“

Der 46-Jährige Krefelder sieht die Aufgabe bei der TSG Hoffenheim als Herausforderung: „Ich war 21 Jahre Bundestrainer im Hockey. Nun ist eine Energie in mir, neue Ziele zu erreichen.“ Dass ihn der Deutsche Fußball-Bund (DFB) als Sportdirektor (vorerst) abgelehnt hat, belastet ihn dagegen nicht mehr.

Nun wartet harte Arbeit auf Rangnick. Er muss einen Trainerstab aufbauen und seine Mannschaft kennen lernen. „Ich will erst mal sehen, wer auf welcher Position spielen kann und dort, wo es noch freie Flächen gibt, werden wir uns gezielt nach Verstärkungen umsehen.“ Er wolle nun aber nicht Spieler wie Briefmarken sammeln. „Die Neuverpflichtungen müssen einschlagen“, sagt Ralf Rangnick, „das wird aber schwer werden, denn wir sind spät dran.“

Bis zum Herbst hofft er, eine Truppe zu haben, die passt und harmoniert. Die Ziele sind hoch gesteckt. Als ersten Schritt zum Erfolg sieht Rangnick attraktiven Fußball: „Wir wollen die Zuschauer wieder ins Stadion locken und sie mit guten Leistungen dort halten.“ Nach den Leistungen der vergangenen Monate ist dies eine Herausforderung.

Die weiteren Schritte: Der Aufstieg in die zweite Liga. „Am besten nächstes Jahr, möglichst 2008, spätestens 2009“, sagt der Coach. Längerfristig will die TSG Hoffenheim in die erste Bundesliga.

Damit die Strukturen im Umfeld weiter verbessert werden, präsentiert Hopp noch zwei Neuzugänge: Jan Schindelmeiser wird Manager, der ehemalige Marketingchef des VfB Stuttgart, Jochen Rotthaus, ist Geschäftsführer in Hoffenheim. Der Regionalligist meint es ernst.

23.06.2006 00:00
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